"Ich hatte großes Glück" - Schönefelds Ortsbürgermeister Joachim Wolff verdankt ausgebildeten Feuerwehrleuten sein Leben - Dokumentation
Vorbereitung zum Osterfeuer in Schönefeld. Ortsbürgermeister Joachim Wolff schaute am 7. April 2007 nach dem Rechten, brachte auch
Material für das Feuer vorbei. Was dann passierte, daran kann sich der 69jährige heute nicht mehr erinnern. Ganz fern liegt das Wissen um
eine Übelkeit, denn der Bürgermeister wachte erst wieder im Krankenhaus auf.
Wolf war zusammen gebrochen. In Sachen Rettungsdienst ausgebildete Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Schönefeld erkannten die
Notsituation, denn Wolff war einer Herzattacke erlegen. Trotz eiligst abgesetztem Notruf trafen Notarzt und Rettungswagen knapp 30 Minuten
später vor Ort ein. 30 Minuten, die im Normalfall bei solchen Erkrankungsbildern mit Sicherheit zum Tode führen.
"Mein Glück war, dass ich sofort in die richtigen Hände gefallen bin", sagt Joachim Wolff, „ich konnte mich gerade noch am Hänger festhalten
und dann bin ich sanft in die Arme eines Feuerwehrmannes gefallen." Drei ausgebildete Rettungssanitäter kümmerten sich sofort um
Joachim Wolff. Alle Anzeichen hatten für einen Herzinfarkt gesprochen. Auch mit dem Schlimmsten mussten die Kameraden rechnen.
".. deshalb haben wir alles vorbereitet, um notfalls auch eine Wiederbelebung einleiten zu können" erklärten die Feuerwehrmänner.
Ein Rettungshubschrauber brachte nach der Erstversorgung durch den Notarzt Joachim Wolff ins Herzzentrum nach Berlin.
"Eine Woche später bin ich aus dem Koma aufgewacht. Da stand die ganze Familie an meinem Bett in einem völlig fremden Zimmer.
Meine Frau hat zu mir gesagt: "Das ist nun dein neues Zuhause".
Zwischen Krankenhaus und Reha bedankte sich Wolff bereits Anfang Mai schriftlich und mit einer Spende für den Feuerwehr-Förderverein
bei den Kameraden. "Sein Schreiben ist uns sehr nahe gegangen", so Wehrführer Karsten Liebe.
"Im Herzzentrum haben mir die Ärzte immer wieder bestätigt, dass ich großes Glück mit euch hatte", so Wolff.
"Dieses große Glück sollte eigentlich Niemanden vorenthalten bleiben", spielte Karsten Liebe auf die gängige Praxis in Brandenburg an.
Anders als in Berlin und anderen Bundesländern werde die Feuerwehr bei solchen Notfällen nicht alarmiert, selbst wenn sie wie beispielsweise
in Schönefeld fünf auf eigene Kosten ausgebildete Rettungssanitäter habe.
Diesem glücklichen Umstand verdankt Joachim Wolff sein Leben. - MAZ
Heute ist Joachim Wolf im Ruhestand. Er genießt Heim und Garten im Kreise seiner Familie.
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